Unterschiedliche Krankheitsverläufe
Krankheiten können sich unterschiedlich zeigen und verlaufen. Wir erforschen, welche Rolle Geschlecht und weitere Faktoren spielen und wie dieses Wissen zu einer besseren Diagnostik und Versorgung beitragen kann.
FORSCHUNGSNETZWERK 2025–2029
Wie Geschlecht und Gender auf Diagnostik, Behandlung und Versorgung einwirken - Einblicke in die aktuelle Forschung aus acht Verbundprojekte.
Krankheiten können sich unterschiedlich zeigen und verlaufen. Wir erforschen, welche Rolle Geschlecht und weitere Faktoren spielen und wie dieses Wissen zu einer besseren Diagnostik und Versorgung beitragen kann.
Menschen sind unterschiedlich und Forschung sollte diese Vielfalt berücksichtigen. Wir verbinden wissenschaftliche Expertise mit Daten, Design und gesellschaftlichen Perspektiven, um geschlechtersensible Forschung und innovative Lösungen voranzubringen.
GenDiMedNet verbindet aktuell deutschlandweit 40 Organisationen, 30 Beiratsmitglieder, über 100 Forschende, Entwickler:innen und andere Beteilgte mit zahlreichen Partner:innen aus Wissenschaft, Medizin, Technologie, Politik und Gesellschaft.
Geschlechtersensible Medizin berücksichtigt biologische, soziale und weitere geschlechtsbezogene Faktoren, die Gesundheit, Krankheit, Diagnostik, Therapie und Versorgung beeinflussen können.
Viele Erkrankungen verlaufen bei Frauen und Männern unterschiedlich. Geschlechtersensible Diagnostik kann dazu beitragen, Diagnosen präziser zu stellen und wirksamere Behandlungen gezielter auszurichten.
In vielen Bereichen der medizinischen Forschung wurden Frauen und bestimmte andere Gruppen lange Zeit nicht angemessen berücksichtigt. Das Netzwerk entwickelt Methoden, Werkzeuge und Empfehlungen für eine geschlechtersensible klinische Praxis.
Die Forschungsergebnisse fließen in politische Empfehlungen ein und helfen, die gesundheitliche Versorgung strukturell gerechter zu gestalten.
Medizin, Sozialwissenschaften, Informatik und Design arbeiten zusammen, um geschlechtersensible Methoden und digitale Werkzeuge weiterzuentwickeln.

GenDiMedNet ist ein kooperatives Verbundvorhaben der Universität Bielefeld, der Universität Greifswald, der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg, initiiert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Als übergeordnetes Netzwerk fungiert es als organisatorischer und inhaltlicher Rahmen für weitere Verbundprojekte aus der Förderrichtlinie Interaktive Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit (GeGe) einschließlich ihrer wissenschaftlichen Begleitforschung.
Als Netzwerkzentrum begleiten und beforschen wir acht Verbundprojekte, in denen interaktive Technologien entwickelt werden. Wir verbinden ihre unterschiedlichen Perspektiven mit Expertise aus Daten, Design und Wissenschaftskommunikation und und machen Erfahrungen und Erkenntnisse für den gesamten Verbund und darüber hinaus nutzebar.
Dafür werden Ansätze der geschlechterdifferenzierten Gesundheitsforschung mit Fachwissen zu Datenerhebung, Datenmanagement und Interoperabilität kombiniert und durch interne wie externe Wissenskommunikation miteinander verknüpft.
Neben der disziplinübergreifenden Zusammenarbeit mit Expert*innen erarbeitet das Netzwerk theoriebasierte und partizipative Strategien für die Implementierung geschlechtersensibler Perspektiven in der digitalen Medizin. Dazu gehört die Entwicklung und Evaluation evidenzbasierter Leitlinien für die Wissenschaftskommunikation geschlechtersensibler Forschungsprojekte sowie die Ausarbeitung einer strategischen Roadmap für zukünftige Implementierungsprozesse.

Unsere erste Plattform für die Verbundprojekte ist online: Der Data Stewardship Wizard führt mit einem Fragebogen durch den Datenmanagementplan.

Die Ringveranstaltung schafft Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis, Technologie und Gesellschaft und für die gemeinsame Frage, wie eine gerechte Gesundheitsversorgung der Zukunft aussehen kann.

Am 25. August 2026 stehen neben dem Status Quo insbesondere Hürden und Erfolge der Zusammenarbeit sowie vertiefende Einblicke in Daten, Datenstrukturen und Datenlogiken sowie regulatorische Anforderungen im Zentrum der Präsentationen.
Aktuelle Informationen finden Sie auch direkt auf unseren Social-Media-Kanälen.