3. Februar 2026: Erstes Verbundtreffen in Berlin
Wo alles begann: Das große Auftakttreffen von GenDiMedNet in Berlin
Am 3. Februar 2026 wurde aus einer gemeinsamen Förderidee ein Netzwerk: Beim großen Auftakttreffen in Berlin kamen die Akteur:innen von GendiMedNet erstmals zusammen.
Vertreter:innen aus M1, M2 und M3, Beirät:innen und weitere Beteiligte trafen aufeinander – mit unterschiedlichen Perspektiven, Disziplinen und Erfahrungen, aber mit einem gemeinsamen Ziel: Geschlechtersensible Forschung sichtbar machen, Wissen verbinden und gemeinsam neue Wege für eine geschlechtergerechte Medizin entwickeln.
Ein Netzwerk beginnt mit Begegnung
Der Auftakt war weit mehr als ein formaler Projektstart. Er war der Moment, in dem aus einzelnen Vorhaben ein gemeinsamer Forschungsverbund wurde. Im Mittelpunkt stand deshalb zunächst das Kennenlernen: Wer arbeitet woran? Welche Fragen treiben die einzelnen Projekte an? Welche Daten, Methoden und Kompetenzen sind vorhanden? Und vor allem: Wo können wir voneinander lernen?
Denn genau darin liegt die besondere Stärke von GenDiMedNet: Die Projekte bringen unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge zusammen – von Diagnostik und Therapie über Daten-, Design- und Kommunikationsforschung bis hin zu interaktiven Technologien.
Drei Perspektiven, ein gemeinsamer Dialog
Von Beginn an standen dabei drei Querschnittsperspektiven im Zentrum der Begleitforschung: Daten, Design und wissenschaftliche Kommunikation.
Die Datenforschung fragt, wie Forschungsdaten nachvollziehbar, qualitätsgesichert, interoperabel und langfristig nutzbar gemacht werden können und wie Geschlecht und Gender dabei angemessen berücksichtigt werden.
Die Designforschung erweitert diese Perspektive um die Frage, wie Produkte, Technologien und Interaktionen gestaltet sein müssen, damit sie unterschiedliche Lebensrealitäten und Bedürfnisse tatsächlich berücksichtigen. Geschlechtersensible Gestaltung bedeutet dabei mehr als eine Anpassung von Form, Farbe oder Sprache. Sie nimmt Nutzungskontexte, Körper, Erfahrungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in den Blick und macht sichtbar, wo bestehende Designentscheidungen bestimmte Gruppen systematisch übersehen.
Die wissenschaftliche Kommunikation schließlich schafft die Verbindung nach innen und außen: Sie macht Wissen verständlich, fördert den Austausch zwischen Disziplinen und trägt dazu bei, Forschungserkenntnisse innerhalb des Verbundes und darüber hinaus zugänglich zu machen.
Zusammen bilden diese drei Perspektiven eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Begleitforschung von GenDiMedNet.
Von einzelnen Projekten zu einer gemeinsamen Perspektive
Mit dem Auftakttreffen begann damit auch eine neue Form der Zusammenarbeit. GenDiMedNet versteht sich nicht als zusätzliche Ebene neben den Projekten, sondern als verbindendes Element innerhalb des Verbundes.
Daten-, Design- und Kommunikationsforschung arbeiten gemeinsam den 8 Verbundtprojekten daran, konkrete Herausforderungen zu verstehen, Lösungen zu entwickeln und Erfahrungen systematisch für den gesamten Verbund nutzbar zu machen. Dabei geht es nicht darum, den Projekten fertige Antworten vorzugeben. Vielmehr entsteht Wissen im Dialog mit den Forschenden und ihren konkreten Fragestellungen.
Der Beirat: Perspektiven erweitern, Verantwortung teilen
Ein weiteres wichtiges Element des Netzwerks ist der Kreis der Beirät:innen. Ihre unterschiedlichen fachlichen Perspektiven erweitern den Forschungsverbund und schaffen zusätzliche Verbindungen zwischen wissenschaftlicher Forschung, rechtlichen, gesellschaftlichen und praktischen Fragestellungen.
Damit entsteht ein Netzwerk, das bewusst über klassische Projektgrenzen hinausdenkt. Nicht jede Frage muss in jedem Projekt neu beantwortet werden. Erfahrungen können geteilt, Herausforderungen gemeinsam reflektiert und Lösungen für andere Vorhaben anschlussfähig gemacht werden.
Der Anfang einer gemeinsamen Reise
Der 3. Februar 2026 war deshalb kein einzelner Termin im Kalender. Er markierte den Beginn eines Prozesses, der seitdem kontinuierlich weitergeht: in Austauschrunden, Workshops, Sprechstunden, Verbundtreffen und gemeinsamen Veranstaltungen. Aus dem ersten persönlichen Kennenlernen entstehen Schritt für Schritt gemeinsame Strukturen.
Aus einzelnen Fragen werden gemeinsame Themen. Aus unterschiedlichen Perspektiven entstehen neue Verbindungen. Und aus einem Förderverbund wächst ein Netzwerk.
GendiMedNet hat in Berlin begonnen. Was daraus entsteht, wird gemeinsam entschieden. Denn eine geschlechtergerechte Medizin braucht nicht nur exzellente Forschung. Sie braucht Menschen, die bereit sind, Wissen zu teilen, Perspektiven zu verbinden und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Gesundheitsforschung zu übernehmen.

