23. September 2026: Von der Innovation zum Querschnittsthema
Wie gelingt es, Innovationen für Frauengesundheit aus Forschung und Entwicklung tatsächlich in die Versorgung zu bringen und gleichzeitig Frauengesundheit als relevantes Querschnittsthema in Medizin, Politik und Gesellschaft zu verankern?
Mit dieser Frage beschäftigte sich die Veranstaltung „FemHealthTech trifft Politik und Versorgung“ im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Präsentation innovativer Lösungen, sondern vor allem der Dialog zwischen den Akteurinnen und Akteuren, die darüber entscheiden, wie Innovationen entstehen, bewertet, finanziert, implementiert und in der Versorgung wirksam werden.
Das Format wurde von Ute Wenning gemeinsam mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mitentwickelt. Es bringt Perspektiven aus Wissenschaft, Innovation, Politik, Versorgung und Wirtschaft zusammen und schafft Raum für einen direkten Austausch über Chancen, bestehende Hürden und konkrete Wege in die Anwendung.
Denn Frauengesundheit ist längst kein Thema, das auf die Gynäkologie reduziert werden kann. Geschlecht und biologische Unterschiede beeinflussen Prävention, Diagnostik, Therapie und Versorgung in zahlreichen medizinischen Bereichen. Gleichzeitig zeigen innovative FemTech-Lösungen, wie groß das Potenzial ist, bislang unzureichend adressierte Bedarfe sichtbar zu machen und neue Versorgungslösungen zu entwickeln.
Genau hier setzt GenDiMedNet an.
Als Netzwerkzentrum für geschlechtersensible Medizin verbindet GenDiMedNet Wissenschaft, Daten, Innovation und relevante Akteurinnen und Akteure. Ziel ist es, Wissen und Erkenntnisse nicht isoliert in einzelnen Projekten oder Disziplinen zu belassen, sondern Vernetzung und Transfer systematisch zu unterstützen.
Die Veranstaltung im NRW-Landtag war dafür ein wichtiger Ort des Austauschs: Innovative Projekte und ihre Perspektiven trafen auf Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Versorgung. Im gemeinsamen Gespräch wurde sichtbar, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit aus wissenschaftlicher Erkenntnis und technologischer Innovation nachhaltige Veränderungen in der Gesundheitsversorgung entstehen können.
Dabei geht es auch um eine neue Perspektive auf Innovation: FemTech ist nicht nur ein Markt für neue Produkte und Dienstleistungen. FemHealthTech steht für die Möglichkeit, Versorgung neu zu denken, bislang übersehene Bedarfe sichtbar zu machen und medizinische Innovation stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen von Patientinnen auszurichten.
Der Dialog zwischen den Beteiligten ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Transfers. Teilnehmerinnen wurden gezielt mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Versorgung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht. Begleitete Gespräche eröffneten die Möglichkeit, konkrete Erfahrungen, Bedarfe und Impulse aufzunehmen und in die weitere gesundheitspolitische und wissenschaftliche Arbeit einfließen zu lassen.
Von der Innovation zum Impact: Genau diese Verbindung ist entscheidend, wenn Frauengesundheit dauerhaft als Querschnittsthema in Medizin und Gesundheitsversorgung etabliert werden soll.
GenDiMedNet versteht sich dabei als verbindendes Netzwerk: als Ort für wissenschaftliche Kommunikation, für den Austausch über Gender Data und geschlechtersensible Methoden, für innovative Produkt- und Versorgungskonzepte und vor allem für den Transfer zwischen den unterschiedlichen Welten.
Die Veranstaltung im NRW-Landtag hat gezeigt, wie wichtig diese Verbindung ist. Denn Innovation entsteht nicht allein durch Technologie. Sie entsteht dort, wo Wissen, Daten, Perspektiven, politische Rahmenbedingungen und Versorgungspraxis miteinander verbunden werden.
Und genau dort beginnt der Weg von der Innovation zur Wirkung.

