Zum Inhalt springen
GenDiMedNet

PsA-vINGEST: Chronisch-entzündliche Erkrankungen lindern.

Geschlechtsspezifika von Psoriasis-Arthritis analysieren und verstehen

Projektleitung
Dr. Christina Gehbauer
Laufzeit
11/2025 - 10/2028
Kontakt
christina.gehbauer@itmp.fraunhofer.de

Projektbeschreibung

Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die sowohl die Haut als auch den Bewegungsapparat betrifft. In Deutschland sind etwa 200.000 Menschen betroffen. Die Erkrankung kann sich bei Frauen und Männern unterschiedlich äußern und verlaufen. Auch Therapieerfolg und Lebensqualität können sich unterscheiden. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede werden in der Versorgung bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Dabei sind sie wichtig, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und die Behandlung individuell auf die Betroffenen abzustimmen. Hier setzt das Forschungsprojekt PsA-vIngest an: Ziel ist es, medizinische Fachkräfte dabei zu unterstützen, individuelle Krankheitsverläufe und geschlechtsspezifische Unterschiede besser zu erkennen und für die Behandlung zu berücksichtigen.

Wie funktioniert PsA-vIngest?

Das Projekt entwickelt ein interaktives Analyse- und Visualisierungssystem, das unterschiedliche Informationen zur Erkrankung übersichtlich zusammenführt. Dazu gehören beispielsweise medizinische Routinedaten und Angaben, die Betroffene selbst zu ihrem Gesundheitszustand und ihrer Lebensqualität machen. Interaktive Visualisierungen machen komplexe Zusammenhänge leichter verständlich. So können medizinische Fachkräfte wichtige Informationen auf einen Blick erfassen, individuelle Krankheitsverläufe besser nachvollziehen und mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede erkennen. Das System dient gleichzeitig als interaktive Schnittstelle für die interdisziplinäre Versorgung. Es unterstützt den Austausch zwischen verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und kann auch dabei helfen, Behandlungsergebnisse und Krankheitsverläufe gemeinsam mit den Betroffenen zu besprechen.

Gemeinsam entwickelt für eine individuelle Versorgung

PsA-vIngest wird gemeinsam mit den unterschiedlichen Gruppen entwickelt, die das System später nutzen werden. Dazu gehören medizinische Fachkräfte ebenso wie Menschen, die selbst von Psoriasis-Arthritis betroffen sind. Die aktive Beteiligung der Nutzenden stellt sicher, dass die Visualisierungen verständlich, alltagstauglich und auf die tatsächlichen Anforderungen der Versorgung ausgerichtet sind. Gleichzeitig soll die Technologie die Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten verbessern.

Perspektiven für eine geschlechtersensible PsA-Versorgung

PsA-vIngest soll langfristig zu einem besseren Verständnis des individuellen Krankheitsgeschehens beitragen. Die systematische Analyse der Daten kann dabei helfen, geschlechtsspezifische Einflussfaktoren auf Krankheitsverlauf und Therapieerfolg besser zu erkennen. Die gewonnenen Erkenntnisse und die entwickelte Technologie sollen dazu beitragen, die Versorgung von Menschen mit Psoriasis-Arthritis individueller und geschlechtersensibler zu gestalten. PsA-vIngest verbindet Datenanalyse, interaktive Visualisierung und die Perspektiven von Betroffenen und Fachkräften – für eine PsA-Versorgung, die individuelle Unterschiede sichtbar macht und besser berücksichtigt.

Projektinformationen

Verbundkoordinator Fraunhofer-Gesellschaft (mit Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Frankfurt am Main, und Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Darmstadt) Dr. Christina Gehbauer

Partner DFC Systems GmbH, München Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main - FB 16 Medizin und Klinikum - Zentrum der Inneren Medizin - Medizinische Klinik 2 - Rheumatologie

Volumen 1,59 Mio. € (davon 96% Förderanteil durch BMFTR)

Laufzeit 11/2025 - 10/2028