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GENDIMED

GENDIMED

Projektleitung
Prof. Dr. Gertraud Stadler
Laufzeit
2024–2027
Kontakt
test@web.de

Projektbeschreibung

Dürfen wir vorstellen? 💛 Das erste Projekt aus dem GeGe-Verbund, das wir hier präsentieren, ist GeDiMed.

Das Kürzel steht für "𝗚𝗲schlechts- und 𝗱𝗶versitätssensibles Monitoring und Optimieren von 𝗠𝗲𝗱ikamentenwirkung und -nebenwirkung am Beispiel von Bluthochdruck."

Bluthochdruck ist weit verbreitet (World Health Organization, 2025) – und obwohl es wirksame Therapien gibt, setzt etwa jede zweite Person ihre Medikamente im ersten Jahr ab (Steward et al. 2014). Dabei spielen individuelle Lebensumstände und Nebenwirkungen eine wichtige Rolle. Das Ausmaß der Nebenwirkung ist abhängig von Alter, Herkunft, aber auch Geschlecht: Frauen berichten häufiger über Nebenwirkungen der Medikamente als Männer (Rydberg et al., 2018).

GeDiMed entwickelt eine digitale Anwendung, die Blutdruckwerte, Medikamenteneinnahme und das persönliche Wohlbefinden erfasst und behandelnden Fachkräften strukturiert zur Verfügung stellt. So kann die Therapie individueller angepasst und die Therapietreue gezielt unterstützt werden – mit Blick auf geschlechtersensible und diversitätssensible Versorgung.

Betroffene und Behandelnde sind von Anfang an in die Entwicklung eingebunden. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Versorgungspraxis ein.

Ein wichtiger Schritt hin zu einer Medizin, die Unterschiede ernst nimmt – und Behandlungen besser auf den einzelnen Menschen abstimmt.

#GeDiMed #gendimednet #Bluthochdruck #DigitalHealth #GeschlechtersensibleMedizin #PersonalisierteMedizin

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MOTIVATION

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwar gibt es wirksame Therapien, jedoch funktioniert die Behandlung nicht bei allen Betroffenen immer gleich gut. Etwa die Hälfte setzt ihre Medikamente im Laufe des ersten Jahres ab. Dabei spielen auch Geschlecht, Alter und Herkunft eine Rolle. Frauen leiden beispielsweise häufig unter den Nebenwirkungen von Blutdruckmedikamenten und setzen sie folglich unregelmäßig ein. Um eine bessere Behandlung zu ermöglichen, gilt es, diese individuellen Unterschiede zu berücksichtigen.

ZIELE UND VORGEHEN

Die Forschenden entwickeln eine digitale Anwendung, die die Wirksamkeit der Blutdrucktherapie und somit die Lebensqualität der Betroffenen verbessern soll. Die Technologie erfasst Daten über die Medikamenteneinnahme, den Blutdruck und das Wohlbefinden und macht diese Informationen behandelnden Fachkräften zugänglich. So ermöglicht das System nicht nur eine individuelle Anpassung der Therapie unter Berücksichtigung von Aspekten wie Geschlecht, Alter und Herkunft, sondern fördert zugleich die Therapietreue. Die Forschenden binden Betroffene und Behandelnde von Beginn an in die Entwicklung der Anwendung ein und berücksichtigen systematisch ethische, rechtliche und soziale Aspekte. Die Ergebnisse fließen direkt in die Versorgungspraxis ein.

INNOVATIONEN UND PERSPEKTIVEN

Die entwickelte digitale Anwendung lässt sich perspektivisch auch auf andere Therapiebereiche übertragen. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einer personalisierten Medizin und stärkt diversitätssensible Behandlungsansätze in der Versorgung.

PROJEKTINFORMATION Verbundkoordinator

Charité - Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow-Klinikum - Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM), Berlin Partner

G.punkt GmbH, Magdeburg Volumen

1,33 Mio. € (davon 94% Förderanteil durch BMFTR) Laufzeit

11/2025 - 10/2028 Bekanntmachung

Interaktive Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit (GeGe) ANSPRECHPERSON Prof. Dr. Gertraud Stadler Charité - Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow-Klinikum - Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) +49 (0) 30 450-525321 gertraud.stadler@charite.de

Das Team

Publikationen