
PETRA-AI: Perimenopausale Symptome interaktiv lindern.
Super tolles Projekt
- Projektleitung
- Dr. Theresa Ahrens
- Laufzeit
- 11/2025 - 10/2028
- Kontakt
- theresa.ahrens@iese.fraunhofer.de
Projektbeschreibung
Die Perimenopause bezeichnet die Übergangsphase vor der letzten Menstruation. Sie kann bereits mehrere Jahre vorher beginnen und ist für viele Frauen mit körperlichen und emotionalen Veränderungen verbunden. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme können das Wohlbefinden und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Auch die berufliche Leistungsfähigkeit kann darunter leiden. Gleichzeitig erhalten Frauen in dieser Lebensphase häufig nicht die Unterstützung und Informationen, die sie benötigen. Besonders Frauen mit geringer Gesundheitskompetenz oder aus sozialen Umfeldern, in denen das Thema wenig Beachtung findet, können von niedrigschwelligen digitalen Angeboten profitieren. Hier setzt das Forschungsprojekt PETRA-AI an: Ziel ist es, Frauen in der Perimenopause mit einer KI-gestützten Anwendung individuell zu unterstützen und ihre Gesundheitskompetenz im Umgang mit Beschwerden zu stärken.
Wie funktioniert PETRA-AI?
Das Projekt entwickelt eine KI-gestützte App, die Symptome, Stimmung und gesundheitsbezogene Verhaltensweisen der Nutzerinnen erfasst. Eine Künstliche Intelligenz analysiert diese Informationen und bildet die Grundlage für individuell zugeschnittene Inhalte und Empfehlungen. Ein integrierter Chatbot unterstützt die Nutzerinnen beispielsweise mit verständlichen Informationen über die Perimenopause und konkreten Strategien zum Umgang mit Beschwerden. So erhalten Frauen Unterstützung, die zu ihrer individuellen Situation und ihren Bedürfnissen passt. Durch einen besseren Umgang mit den Beschwerden soll nicht nur die Lebensqualität verbessert werden. Auch Einschränkungen im Berufsalltag und damit verbundene berufliche Ausfälle können möglicherweise reduziert werden.
Gemeinsam entwickelt für die Bedürfnisse von Frauen
PETRA-AI wird gemeinsam mit den späteren Nutzerinnen weiterentwickelt. Das Forschungsteam untersucht kontinuierlich, wie verständlich, akzeptiert und einfach die App zu nutzen ist, und integriert das Feedback der Nutzerinnen in die Weiterentwicklung. Dabei steht insbesondere die Stärkung der Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt. Die Inhalte sollen nicht nur leicht verständlich, sondern auch im Alltag umsetzbar sein. So soll die App Frauen dabei unterstützen, Veränderungen ihres Körpers besser einzuordnen, informierte Entscheidungen zu treffen und selbstbestimmt mit Beschwerden umzugehen.
Perspektiven für eine bessere Versorgung der Perimenopause
Die Forschungsergebnisse sollen veröffentlicht und anonymisierte Forschungsdaten der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Die entwickelten Inhalte sollen außerdem in eine bestehende App integriert und perspektivisch kostenlos über Krankenkassen zugänglich gemacht werden. Langfristig soll PETRA-AI dazu beitragen, neue digitale Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen in der Perimenopause zu schaffen und die Grundlage für eine Zertifizierung als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zu legen. PETRA-AI verbindet Künstliche Intelligenz, individuelles Symptomtracking und verständliche Gesundheitsinformationen – für eine niedrigschwellige und selbstbestimmte Unterstützung von Frauen in der Perimenopause.
Projektinformationen
Verbundkoordinator Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), Kaiserslautern Dr. Theresa Ahrens
Partner Charité - Universitätsmedizin Berlin - Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité - AG Thun Femna Health M.E. GmbH, Berlin Ruhr-Universität Bochum - Fakultät für Sozialwissenschaft - Juniorprofessur für Gesundheit und E-Health Technische Universität Dortmund - Fakultät Sozialwissenschaften - Sozialforschungsstelle
Volumen 2,38 Mio. € (davon 90% Förderanteil durch BMFTR)
Laufzeit 11/2025 - 10/2028
Bekanntmachung Interaktive Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit (GeGe)
